Union Berlin Frauen bleiben nach Heimniederlage gegen Frankfurt sieglos

Fehlstart in die Saison
Die Frauenmannschaft von Union Berlin hat ihr drittes Saisonspiel in der Fußball-Bundesliga verloren und bleibt damit weiterhin ohne Punktgewinn. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt unterlag das Team mit 0:1 vor 5.717 Zuschauern. Diese Niederlage ist die dritte im dritten Saisonspiel und führt dazu, dass die Berlinerinnen vorerst auf dem 13. Tabellenplatz, einem Abstiegsplatz, stehen.
Der Start in die Partie war von hohem Tempo und intensiven Zweikämpfen geprägt, wobei beide Mannschaften früh zu Torabschlüssen kamen. Eine Chance für Frankfurts Hayley Raso in der 2. Minute und für Unions Lia Kamber in der 5. Minute fehlte es jedoch an der nötigen Präzision. Auch Dilara Acikgöz von Frankfurt verpasste das Tor nach einer Ecke nur knapp.
Trotz der Bemühungen, sich spielerisch aus dem hohen Pressing der Frankfurterinnen zu befreien, insbesondere durch die Ruhe am Ball von Torhüterin Nadine Böhi, fehlte es Union im Mittelfeld an einer klaren Linie. Oft wurde der direkte Steilpass gesucht, was die spielerische Entwicklung hemmte.
Chancen und Paraden
Die größte Chance für Union Berlin in der ersten Halbzeit ergab sich nach einem Lauf von Naika Reissner, die auf die gut positionierte Lisa Heiseler passte. Doch Unions Kapitänin setzte ihren Schuss vom Strafraumrand neben das Tor (19. Minute). Kurz darauf hatte Eintracht Frankfurt eine große Gelegenheit, die jedoch von Tomke Schneider und einer Parade von Nadine Böhi vereitelt wurde (21. Minute).
In der 26. Minute fiel das einzige Tor des Spiels. Nach einer Freistoßflanke von Erëleta Memeti verlängerte Laura Freigang per Kopf, und der Ball wurde unhaltbar für Nadine Böhi abgefälscht. Trotz des Rückstands zeigte Böhi eine starke Leistung und parierte in der 35. Minute einen Foulelfmeter von Sara Doorsoun, wodurch ein höherer Rückstand zur Halbzeit verhindert wurde.
Die zweite Halbzeit verlief ereignisärmer. Union Berlin näherte sich zwar dem Frankfurter Tor, konnte aber keine zwingenden Chancen herausspielen. Eine gefährliche Situation entstand in der 73. Minute, als Jill Janssens einen Frankfurter Konter gegen Memeti klären konnte. Erst in der 82. Minute hatte Union eine weitere gute Gelegenheit, als Eileen Campbell nach einer Flanke von Janssens den Ball nicht präzise genug platzieren konnte, um Frankfurts Torhüterin Lina Altenburg zu überwinden.
Späte Bemühungen und Ausblick
In der Schlussphase drängte Union Berlin auf den Ausgleich. Nadine Böhi zeigte weitere Paraden gegen Versuche von Noemi Ivelj (84. Minute) und Acikgöz (90. Minute). Auch Unions Abwehrchefin Samantha Steuerwald hatte in der vierten Minute der Nachspielzeit aus spitzem Winkel eine letzte Chance, scheiterte aber an Altenburg.
Trotz des Einsatzes konnte Union Berlin keine Punkte erzielen. Das Team muss nun den Fokus auf das nächste Spiel gegen Köln richten, um die ersten Punkte der Saison zu sichern. Für Judith und Eileen war das Spiel ein besonderes, da sie jeweils ihr 50. Bundesliga-Spiel absolvierten.
Der heutige Spieltag war zudem ein Aktionsspieltag Nachhaltigkeit unter dem Motto „Gemeinsam gutes Spiel“, bei dem Union Berlin junge Mädchen aus Partnerschulen zu einem Workshop zum Thema „Female Empowerment“ eingeladen hatte.
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Source: rbb24.de