Dortmund: Champions-League-Auftakt mit leerer Stadion-Ecke und Personalsorgen

BVB: Darum bleibt eine Stadion-Ecke heute komplett leer - BILD

Beim Champions-League-Auftakt von Borussia Dortmund gegen den FC Villarreal wird eine Ecke des Signal-Iduna-Parks leer bleiben. Die Blöcke 55 bis 59, die rund 4.000 Sitzplätze umfassen, in der Nord-Ost-Ecke des Stadions werden unbesetzt bleiben. Dies liegt daran, dass der spanische Gastverein sein Kartenkontingent kaum in Anspruch genommen hat.

Der FC Villarreal meldete dem BVB kurz vor dem Spiel, dass lediglich 39 Fans über den Gastverein Tickets erworben haben. Diese wenigen Anhänger wurden aus logistischen Gründen und als Geste der Gastfreundschaft auf einen Teil der West-Tribüne umgesetzt. Eine Umwandlung der Nord-Ost-Ecke in einen Heimbereich war aufgrund der kurzen Vorlaufzeit nicht mehr möglich.

Herausforderungen für den BVB

Nach Uefa-Regularien steht jedem Gastverein in der Champions League ein Kontingent von fünf Prozent der gesamten Stadionkapazität zu. In der Bundesliga beträgt dieses Kontingent zehn Prozent. Da Villarreal zuvor angekündigt hatte, nur Sitzplatztickets verkaufen zu wollen, konnte der BVB den Stehplatzbereich im Unterrang, der üblicherweise von Gästefans genutzt wird, bereits an eigene Anhänger vergeben.

Anstatt vor der gewohnten Kulisse von 81.365 Zuschauern zu spielen, erwartet der BVB nun eine Besucherzahl von etwa 77.000. Der Verein geht davon aus, dass die verbleibenden Tickets des Heimkontingents noch bis zum Anpfiff verkauft werden.

Kovac über den Gegner und Personalsorgen

BVB-Trainer Niko Kovac äußerte sich auf der Pressekonferenz zu den Herausforderungen des Spiels. Er erwartet trotz der geringen Fanunterstützung für den Gegner ein schwieriges Spiel. Kovac hob hervor, dass Villarreal einen neuen Trainer hat, aber weiterhin einen spanischen Spielstil mit viel Ballbesitz pflegt. Die Mannschaft sei technisch sehr sauber und akkurat in ihren Ausführungen, mache wenige Fehler, wenn sie den Ball hat.

Der Trainer betonte die Notwendigkeit, die Ballbesitzzeit des Gegners zu reduzieren. Wenn der BVB den Ball hat, könne Villarreal sein Spiel nicht aufziehen und müsse mehr verteidigen, was dem BVB entgegenkommen könnte. Kovac bezeichnete das bevorstehende Spiel als sehr schwierig.

Dortmunds Fabio Silva (l.) und Waldemar Anton klatschen sich ab
Dortmunds Fabio Silva (l.) und Waldemar Anton klatschen sich ab Credit: sportschau.de

Kreativität in der Defensive gefragt

Der BVB steht vor dem Champions-League-Auftakt auch vor erheblichen Personalsorgen, insbesondere in der Defensive. Nico Schlotterbeck, Emre Can und Filippo Mane fallen verletzt aus. Ramy Bensebaini ist wegen einer Brustkorbprellung angeschlagen und zudem nach einer Gelb-Roten Karte im Februar gesperrt.

Angesichts dieser Ausfälle ist Kreativität und Fantasie in der Aufstellung gefragt. Kovac deutete an, dass Julian Ryerson möglicherweise in eine Dreierkette neben Waldemar Anton und Joane Gadou rücken könnte. Er erklärte, dass er sich auch mit einer möglichen Viererkette keine Kopfschmerzen bereiten würde und man „schon was zusammenschustern“ werde.

Die Rolle von Waldemar Anton

Waldemar Anton wird voraussichtlich die Defensive im Zentrum strukturieren und ordnen. Kovac hob die Bedeutung des 30-Jährigen hervor und bezeichnete ihn als Leader. Er betonte, dass Anton jemand sei, der vorangeht, 24/7 Fußball denkt, isst, schläft und trinkt, und seine Mitspieler unterstützen und mitnehmen kann. Anton selbst sieht sich nicht als alleinigen „Abwehrchef“, sondern betont, dass jeder in der Defensive Verantwortung übernehmen muss.

Der BVB hat in der Champions League noch einiges wiedergutzumachen, nachdem die vergangene Saison trotz eines 2:0-Hinspielerfolgs gegen Atalanta Bergamo nach einem 1:4-Debakel im Rückspiel bereits in den Playoffs endete. Der BVB startet am Dienstag um 21 Uhr in die neue Champions-League-Saison gegen den FC Villarreal.

Read Also

Source: bild.de

Laura Hoffmann
Laura Hoffmann

Laura Hoffmann ist Redakteurin bei Welt Nachrichten und berichtet über internationale Nachrichten, Gesellschaft und die Geschichten hinter den Schlagzeilen.

Weitere Artikel von Laura Hoffmann

Laura Hoffmann ist Redakteurin bei Welt Nachrichten und berichtet über internationale Nachrichten, Gesellschaft und die Geschichten hinter den Schlagzeilen.