Real Madrids erste Niederlage unter Mourinho: Kritik an Betis und eigenen Spielern

Real Madrid unterliegt Betis Sevilla
Real Madrid hat am 4. Spieltag der LaLiga seine erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Im Auswärtsspiel gegen Betis Sevilla unterlagen die Königlichen, wobei Kylian Mbappé in der Nachspielzeit einen Elfmeter vergab, der den späten Ausgleich hätte bedeuten können. Trotz der Niederlage zeigte sich Trainer José Mourinho auf der Pressekonferenz überraschend zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
Mourinho betonte, dass sein Team ein „großartiges Spiel“ gezeigt habe. Er äußerte, dass man manchmal verliere, ohne den Grund dafür zu kennen. Die Mannschaft sei sehr dominant gewesen, und die Innenverteidiger hätten alles kontrolliert. Aus seiner Sicht hätte Real Madrid mindestens einen Punkt verdient gehabt, da sie mehr für das Spiel getan hätten.

Mourinhos Kritik und Lob
Der Trainer kritisierte die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft. Er merkte an, dass es frustrierend sei, wenn man ein Unentschieden als Enttäuschung empfinde, und wie es dann erst nach einer Niederlage sei. Mourinho stellte fest, dass man den Sieg klar verdient gehabt hätte, aber Verdienste keine Punkte einbrächten.
Lob gab es hingegen für den jungen Spieler Carlos Espí, der nach seiner Einwechslung frischen Wind in die Offensive brachte. Mourinho hob hervor, dass Espí in 10 oder 15 Minuten ein fantastisches Tor erzielt habe – auch wenn es möglicherweise Abseits war – und ihn als wichtigen Spieler für das Team bezeichnete.
Für Aufsehen sorgten Mourinhos Kommentare über den Gegner. Er lobte die Cleverness von Betis und kritisierte gleichzeitig sein eigenes Team. Er bemerkte, dass die Spieler von Betis schlauer seien als die von Real Madrid, die er als „ehrlich und naiv“ bezeichnete.
Mourinho führte weiter aus, dass ein Spieler von Betis vor seiner Bank wie tot gelegen habe, woraufhin er dachte, ein Krankenwagen müsse kommen, was jedoch nicht der Fall war. Er fügte hinzu, dass es ein Nachteil sei, gegen Teams mit einer solchen „Kultur“ und „Mentalität“ zu spielen.
Schiedsrichterentscheidungen und Tabellensituation
Auch die Leistung des Schiedsrichters kommentierte Mourinho. Seine eigene Gelbe Karte akzeptierte er, obwohl er den Grund dafür nicht kannte. Kritisch sah er jedoch die Verwarnung für Arda Güler. Er wies darauf hin, dass Betis ohne Karten in die Pause gegangen sei, während der „arme Arda“, der nur spielen wolle, mit Gelb vom Platz musste.
Trotz der Kritik an Betis und den Schiedsrichterentscheidungen betonte Mourinho, dass dies keine Ausrede für die Niederlage sein sollte. Er lehnte es ab, eine Niederlage auf eine Gelbe Karte zu schieben.
Durch die Niederlage verpasste Real Madrid den Sprung an die Tabellenspitze und liegt mit neun Punkten auf dem zweiten Platz. Der punktgleiche und noch ungeschlagene FC Barcelona könnte am Sonntag mit einem Sieg gegen den FC Valencia einen kleinen Vorsprung herausspielen.
Real Madrid dominierte die Partie über weite Strecken, ließ aber zahlreiche Großchancen ungenutzt. In der ersten Halbzeit scheiterte Mbappé aus kurzer Distanz an Betis-Keeper Alvaro Valles, und Vinicius Junior traf den Außenpfosten. Auch Mbappé und Jude Bellingham verpassten vor der Pause die Führung. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein ausgeglicheneres Spiel, in dem Troy Parrott in der 81. Minute den Siegtreffer für Betis erzielte. Ein vermeintliches Fallrückziehertor von Reals Carlos Espí in der 89. Minute wurde nach Eingriff des Videoassistenten zurückgenommen.
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Source: sportbild.bild.de