Berlin: Deutschland startet mit deutlicher Niederlage in die Heim-WM

Basketball: Debakel für Deutschland zum Start der Heim-WM

Die deutschen Basketballerinnen haben einen enttäuschenden Start in ihre Heim-Weltmeisterschaft in Berlin erlebt. Vor einer ausverkauften Kulisse in der Uber Arena unterlag das Team von Bundestrainer Olaf Lange im ersten Gruppenspiel Spanien deutlich mit 53:83 (24:50). Diese Niederlage setzt die Mannschaft bereits vor den verbleibenden Vorrundenspielen unter erheblichen Druck.

Die Atmosphäre in der Arena am Ostbahnhof war trotz des Ergebnisses beeindruckend. 12.550 Zuschauer waren anwesend und sorgten für eine positive Stimmung, die die Mannschaft nach vorne peitschen sollte. Auch hochrangige Persönlichkeiten wie Bundeskanzler Friedrich Merz und Sportminister Ronald Rauhe verfolgten das Spiel aus einer Loge, während Handball-Legende Stefan Kretzschmar am Spielfeldrand saß. Die große Begeisterung für die Heim-WM war spürbar, und die Hoffnung auf einen Auftaktsieg war groß, insbesondere nachdem die deutschen Damen Ende August einen Test gegen Spanien nur knapp mit 60:65 verloren hatten.

Früher Rückstand und Schwierigkeiten im Angriff

Von Beginn an lief das deutsche Team einem Rückstand hinterher. Schon nach dreieinhalb Minuten sah sich Bundestrainer Lange gezwungen, die angeschlagene Nyara Sabally (Wade) früher als geplant einzusetzen, was jedoch keine entscheidende Wende brachte. Nach den ersten zehn Minuten lag Deutschland bereits mit 13:24 zurück. Das zweite Viertel gestaltete sich noch schwieriger für die Gastgeberinnen.

Spanien baute seine Führung kontinuierlich aus und ging mit einem Vorsprung von 26 Punkten (50:24) in die Halbzeitpause. Die Statistiken zur Pause zeigten die Schwierigkeiten der deutschen Mannschaft deutlich auf: Lediglich sieben von 30 Würfen fanden ihr Ziel, darunter nur zwei von 13 Dreiern. Zudem dominierte Spanien das Rebound-Duell in den ersten 20 Minuten mit 23:16. Leonie Fiebich, Top-Scorerin der deutschen Mannschaft mit 13 Punkten, äußerte sich nach dem Spiel: „Das zweite Viertel war ganz schlecht. Wir haben gar nichts getroffen in der ersten Halbzeit, der Korb war wie vernagelt. Man merkte einfach, dass wir in der Konstellation noch nicht auf dem Feld standen.“

Die Spanierinnen zeigten sich von Beginn an offensivstark und nutzten die Nervosität der deutschen Spielerinnen gnadenlos aus. Während der Vize-Europameister mit Effizienz am Korb und Treffsicherheit von der Dreierlinie glänzte, fehlten dem DBB-Team diese Qualitäten. Defensiv gelangen den Deutschen kaum Rebounds, und Spanien kam häufig ohne große Gegenwehr zu Würfen. Bis zum Stand von 44:20 hatten die Spanierinnen bereits acht Dreierversuche getroffen. Im zweiten Viertel gelangen dem DBB-Team nur elf Punkte.

Kurze Hoffnung und Blick nach vorne

Im dritten Viertel weckten die Gastgeberinnen kurzzeitig die Fans, indem sie vier Punkte in Folge erzielten. Ein Schreckmoment ereignete sich, als Leonie Fiebich, der Superstar vom WNBA-Klub New York Liberty, an der rechten Hand behandelt werden musste. Glücklicherweise konnte sie wenige Minuten später weiterspielen. Trotz dieser Bemühungen lag Deutschland nach 30 Minuten weiterhin deutlich mit 39:65 zurück. Im dritten Viertel waren die deutschen Spielerinnen in Bezug auf die erzielten Punkte zumindest auf Augenhöhe mit Spanien, da beide Mannschaften 15 Punkte erzielten. Der große Vorsprung, den sich die Spanierinnen in den ersten beiden Vierteln erarbeitet hatten, war jedoch entscheidend für den Ausgang der Partie.

Im Schlussabschnitt versuchten die deutschen Spielerinnen noch einmal alles, konnten aber nicht mehr entscheidend aufholen. Trotz der sich abzeichnenden Niederlage blieben die Zuschauer bis zum Schluss in der Halle. Die beste Werferin für Deutschland war Leonie Fiebich mit 13 Punkten, während Awa Fam mit 17 Punkten die beste Werferin für Spanien war. Bundestrainer Lange resümierte nach dem Spiel: „Sie waren in allen Bereichen deutlich besser.“

Für das deutsche Team bedeutet diese Niederlage, dass der Gruppensieg bereits fast ausgeschlossen ist. Nur die Gruppensiegerinnen sichern sich direkt einen Viertelfinalplatz, während die Zweit- und Drittplatzierten in den Play-Ins um einen Platz unter den besten Acht kämpfen müssen. Leonie Fiebich betonte die Notwendigkeit, schnell nach vorne zu blicken: „Wir dürfen es uns nicht erlauben, zu enttäuscht zu sein. Wir müssen uns schon auf Japan morgen fokussieren.“ Die deutschen Basketballerinnen haben bereits am Samstag um 18 Uhr die Chance zur Wiedergutmachung gegen Japan. Das letzte Gruppenspiel findet am Montag um 17.50 Uhr gegen Mali statt. Beide Spiele werden live von Pro7Maxx und MagentaSport übertragen. Im anderen Spiel der Gruppe A am Freitag gewann Japan mit 102:97 gegen Mali.

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Source: bild.de

Felix Neumann
Felix Neumann

Felix Neumann schreibt für Welt Nachrichten über Wirtschaft, Unternehmen und Finanzen und erklärt Märkte und Zahlen verständlich.

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