Frankfurt bereitet sich auf champions league finale gegen malmö FF vor

Finale gegen Malmö FF

Eintracht Frankfurt hat das erste Pflichtspiel in der UEFA Women’s Champions League erfolgreich bestritten und trifft nun im Finale des Miniturniers auf Malmö FF. Die Frankfurterinnen feierten im Halbfinale der zweiten Qualifikationsrunde einen deutlichen 8:0-Sieg gegen Omonia Nikosia.

Die Führung für die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis erzielte Hayley Raso bereits in der 3. Minute per Kopf nach einer Flanke von Hanna Bennison. Es folgten zwei Doppelpacks von Larissa Mühlhaus (9., 41.) und Erëleta Memeti (34., 44.). Weitere Tore steuerten Kapitänin Laura Freigang (69.), Dilara Açıkgöz (90.) und Neuzugang Paulina Krumbiegel (90.+2) bei. Alle fünf Neuzugänge, darunter auch Danique Tolhoek und Jamilla Rankin, gaben ihr Pflichtspieldebüt in den Farben Schwarz-Rot.

Dieser Auftaktsieg hat der SGE Selbstvertrauen für die bevorstehende Aufgabe gegeben. Das Finale findet am Samstag, den 8. August 2026, erneut im Stadion am Brentanobad statt. Der Sieger dieser Partie qualifiziert sich für die dritte Qualifikationsrunde, in der dann in Hin- und Rückspiel um den Einzug in die Ligaphase gekämpft wird.

Der gegner: malmö FF

Die Gegnerinnen aus Malmö FF setzten sich im Halbfinale knapp mit 1:0 gegen den norwegischen Klub Vålerenga durch. Das entscheidende Tor erzielte Stürmerin Älvali Lindström in der 33. Minute. Vålerenga hatte in den vergangenen beiden Jahren jeweils die Hauptrunde der UEFA Women’s Champions League erreicht.

In der aktuellen Saison der Damallsvenskan, der höchsten schwedischen Spielklasse, belegt Malmö nach 13 Spieltagen den dritten Tabellenplatz hinter Hammarby und Häcken. Der Klub zählt zu den traditionsreichsten Fußballvereinen Schwedens; die Frauenfußballabteilung wurde 1970 gegründet. Nach einer Wiedereinführung der Frauenmannschaft im Jahr 2019 startete das Team 2020 in der untersten schwedischen Spielklasse und arbeitete sich bis in die Damallsvenskan vor.

Eine bekannte Spielerin im Kader der Schwedinnen ist Torhüterin Zećira Mušović, die zwischen 2021 und 2025 beim FC Chelsea unter Vertrag stand und zuvor für Rosengård spielte. Sara Kanutte Fornes führt die Torschützenliste der Damallsvenskan mit fünf Treffern an, während Nathalie Hoff-Persson mit einem Tor und sechs Vorlagen die meisten Scorerpunkte aufweist.

Da Malmö sich aktuell mitten im Ligabetrieb befindet, geht das Team eingespielt in die Partie. Die Frankfurterinnen treffen somit auf einen Gegner, der sich im Spielrhythmus befindet, und wollen an ihren erfolgreichen Auftritt vor heimischer Kulisse anknüpfen.

personelle situation und bennisons debüt

Im Finale werden Ainhoa Alguacil und Amanda Ilestedt fehlen, die beide aufgrund muskulärer Probleme ausfallen. Auch Sophia Winkler befindet sich weiterhin im Aufbautraining.

Das Debüt von Hanna Bennison für Eintracht Frankfurt war ein Höhepunkt des Halbfinales. Die 23 Jahre alte Schwedin, die bereits für Real Madrid spielte und im September 2025 im Stadion am Brentanobad gegen die SGE antrat, zeigte ihre Fähigkeiten früh. Nach nur 180 Sekunden im Spiel gegen Omonia Nikosia lieferte sie eine präzise Halbfeldflanke, die Hayley Raso zum 1:0 einköpfte. Bennison, von ihren Teamkolleginnen „Benni“ genannt, kennt den Rasen bereits gut.

„Ich glaube, ich habe noch viel mehr in mir, als ich bisher gezeigt habe“: Hanna Bennison beim Training.
„Ich glaube, ich habe noch viel mehr in mir, als ich bisher gezeigt habe“: Hanna Bennison beim Training.Emil Eichinger Credit: faz.net

Ihre Karriere begann früh; mit zwölf wechselte sie zum FC Rosengård in Malmö, wo sie auf die brasilianische Fußballlegende Marta traf. Mit 15 debütierte sie in der Champions League und mit 17 für die schwedische Nationalmannschaft. 2021 wurde sie von der UEFA als eine der zehn vielversprechendsten Fußballspielerinnen Europas ausgezeichnet und gewann den „GOAL NXGN Award“ als beste junge Fußballerin der Welt. Im selben Jahr holte sie mit Schweden Olympia-Silber in Tokio.

Nach Stationen beim englischen Erstligateam Everton FC, Juventus Turin und Real Madrid, wo sie jeweils Dreijahresverträge unterschrieb, aber nach einer Saison wechselte, suchte Bennison eine neue Herausforderung. Sie hatte in Turin ein gutes Jahr, aber bei Real Madrid lief es nicht wie erhofft, da sie nur 15 Einsätze und ein Tor verbuchen konnte. Der Wunsch nach mehr Spielzeit war ausschlaggebend für ihren Wechsel nach Frankfurt. Sie kannte Rebecka Blomqvist und Amanda Ilestedt bereits aus der Nationalmannschaft, die ihr nur Gutes über den Verein berichteten.

Eintracht Frankfurt befindet sich derzeit im Wiederaufbau, nachdem acht Spielerinnen den Verein in diesem Sommer verlassen haben, darunter Leistungsträgerinnen wie Géraldine Reuteler, Nicole Anyomi und Elisa Senß. Bennison erwartet eine Umstellung im Spielstil, der körperbetonter und schneller sein soll. Sportdirektorin Babett Peter sieht Bennison als wichtiges Puzzleteil für die Kaderplanung. Die Spielerin selbst sieht den Druck als Ansporn und möchte sich in dieser Saison beweisen, indem sie alles gibt und dem Team hilft.

Die Auslosung für die dritte Qualifikationsrunde, die am 26. August und 2. September gespielt wird, erfolgt am 11. August um 13:00 Uhr. Dann wird auch Bennisons ehemaliger Verein Real Madrid im Lostopf sein.

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Source: frauen.eintracht.de

Lukas Brandt
Lukas Brandt

Lukas Brandt ist Redakteur bei Welt Nachrichten und berichtet über das tägliche Geschehen aus Deutschland und der Welt – von Politik bis Sport.

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