Freiburg dreht Spiel in Schottland und gewinnt gegen Motherwell

Freiburgs Kampf um die Conference League
Der SC Freiburg hat im Hinspiel der Conference League-Qualifikation gegen den Motherwell FC in Schottland einen 1:2-Sieg errungen. Das Spiel, welches am Donnerstagabend stattfand, war Teil der Quali-Playoffs, um sich einen Platz im europäischen Wettbewerb zu sichern. Nach einer erfolgreichen letzten Saison in der Europa League, in der der Verein das Finale erreichte, strebt Freiburg nun die Teilnahme an der Conference League an.
In der vergangenen Saison scheiterte der SC Freiburg im Finale der Europa League mit 0:3 an Aston Villa, was die Qualifikation für die Champions League verhinderte. Trotzdem bietet der siebte Tabellenplatz in der Bundesliga den Breisgauern die Möglichkeit, sich für die Conference League zu qualifizieren. Dafür muss die Mannschaft in den Playoffs gegen den schottischen Klub Motherwell FC bestehen.
Spielverlauf und entscheidende Momente
Das Hinspiel in Motherwell begann mit einem Rückstand für die Freiburger. In der 61. Spielminute gab es einen entscheidenden Moment, als Suzuki Yannik Engelhardt mit einem Steilpass in den Strafraum von Motherwell schickte. Dort wurde der SCF-Angreifer von Martin Moormann zu Fall gebracht, woraufhin Schiedsrichter Petrescu sofort auf den Punkt zeigte und Moormann die Gelbe Karte zeigte. Matthias Ginter stand bereit, um den Elfmeter auszuführen.

Nach einer Überprüfung durch den VAR nahm Petrescu die Gelbe Karte gegen Moormann zurück und zeigte dem Verteidiger stattdessen die Rote Karte wegen Vereitelung einer klaren Torchance. Dies bedeutete, dass Freiburg für fast eine halbe Stunde in Überzahl spielte. Ginter verwandelte den fälligen Elfmeter souverän mit einem platzierten Flachschuss nach links, wodurch der Ausgleich erzielt wurde.
In der 67. Spielminute erhielt Alexander Lowry von Motherwell eine Gelbe Karte nach einem harten Einsteigen gegen Suzuki. Die Freiburger nutzten die Überzahl, um das Spiel zu drehen. In der 74. Spielminute wechselte Freiburg: Schuster nahm Beste und Suzuki vom Feld, und Vincenzo Grifo sowie Cyriaque Irié kamen ins Spiel. Motherwell wechselte ebenfalls in der 70. Minute, wobei Ewan Wilson und Willy Vogt für Lowry und Maswanhise eingewechselt wurden.
In der 75. Minute hatte Scherhant eine Möglichkeit zum 3:1, doch Paulsen parierte den Schuss nach einer feinen Drehung auf engem Raum. In der 78. Spielminute wechselten die Schotten erneut: Girwood-Reich und Hodge machten Platz für Stephen O’Donnell und Olly Whyte. Kurz darauf, in der 79. Spielminute, gab es einen Schreckmoment für Freiburg, als Rosenfelder nach einem Zweikampf liegen blieb, aber weiterspielen konnte.
In der 80. Minute wechselte Schuster erneut: Philipp Lienhart kam für den Verteidiger ins Spiel, und Keisuke Goto ersetzte Matanović. Das Spiel trudelte in den letzten Minuten aus, wobei Freiburg die Kontrolle behielt und Motherwell kein weiteres Gegentor riskieren wollte. Der Endstand von 1:2 für den SC Freiburg spiegelt die Wendung des Spiels wider, insbesondere nach dem Elfmeter und der Roten Karte.
Fan-Reaktionen und Übertragung des Spiels
Das Spiel wurde weder im Free- noch im Pay-TV übertragen. Stattdessen vermarktete der Motherwell FC die Übertragung selbst über die Sport-Streaming-Plattform SolidSport. Fans konnten die Partie per Livestream mit deutschem Kommentar für zwölf Euro verfolgen, wofür ein Konto bei SolidSport erforderlich war. Der Anstoß erfolgte um 20:30 Uhr, der Livestream begann zehn Minuten vorher.

Alternativen zum Livestream waren der ARD Audiostream oder das „Sport-Club live – das barrierefreie Fanradio“, bei dem Blindenreporterinnen und -reporter des SC Freiburg live aus Motherwell berichteten. In Freiburg wurde das Spiel auch in einigen Kneipen übertragen, darunter im O’Kellys Irish Pub und im Tacheles.
Der SC Freiburg informierte auf seiner Webseite und in den sozialen Medien über den Livestream, was zu einigen empörten Kommentaren von Fans führte. Ein Nutzer äußerte beispielsweise: „So kann man sich auch unbeliebt machen.“ Ein anderer Fan wünschte sich ein kostenloses Public Viewing im SC-Stadion. Der SC erklärte, dass in den Play-Offs zur Conference League alle Medienrechte bei den gastgebenden Vereinen liegen.
Im Stadion des Motherwell FC, dem Fir Park, war die größte der vier Tribünen für Freiburger Fans reserviert. Schätzungsweise reisten rund 500 SC-Fans für die Partie nach Schottland. Von den 4.500 Plätzen auf der Tribüne dürften somit noch einige frei gewesen sein. Insgesamt bietet der Fir Park rund 13.700 Plätze. Der Bundesligist gilt in der Qualifikation zur Conference League als klarer Favorit und scheint bereit für den Saisonstart.
Das Rückspiel in Freiburg findet am 27. August um 18:45 Uhr statt und wird im Free-TV bei SWR BW ab 18:30 Uhr live übertragen sowie bei SWR 1 BW im Radio zu hören sein. Karten für das Europa-Park Stadion sind ebenfalls noch verfügbar.
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Source: web.de