Brennan sichert zweiten Etappensieg bei der Vuelta, Visma-Teamleistung beeindruckt

Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) hat bei der Vuelta a España 2026 seinen zweiten Etappensieg errungen. Der Brite triumphierte auf der 5. Etappe in Roquetes, nachdem er bereits das zweite Teilstück der Rundfahrt für sich entschieden hatte. Dieser Erfolg macht ihn neben Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) zum zweiten Fahrer, der in den frühen Phasen der Vuelta mehrere Etappen gewinnen konnte. Brennans Sieg wurde durch die Teamarbeit seiner Mannschaftskollegen ermöglicht, die ihn im Finale der 174 Kilometer langen Etappe unterstützten.
Im Zielsprint setzte sich Brennan aus einem reduzierten Hauptfeld durch. Den zweiten Platz belegte Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe), gefolgt von Vincenzo Albanese (EF Education – EasyPost) auf dem dritten Rang. Brennan äußerte sich nach dem Rennen dankbar über die Leistung seines Teams: „Es ist fantastisch, den zweiten Sieg bei der ersten Grand Tour in der Tasche zu haben. Man hat wieder gesehen, dass jeder im Team alles gegeben hat und ich bin sehr dankbar, es erneut abschließen zu können.“
Teamarbeit und Herausforderungen auf der Strecke
Die 5. Etappe war von intensiven Momenten geprägt. Ein kräftiger Seitenwind sorgte für nervöse Windkanten-Situationen, die das Feld forderte. Auch die einzige Bergwertung des Tages, eine Bergwertung der 3. Kategorie, erwies sich als selektiver als erwartet. Auf der schmalen Bergstraße, etwa 25 Kilometer vor dem Ziel, war das Tempo so hoch, dass rund 60 Fahrer dem Tempo nicht mehr folgen konnten. Zu den abgehängten Fahrern gehörte auch Mads Pedersen vom Lidl-Rennstall.
Trotz dieser Herausforderungen kam es im Gesamtklassement zu keinen Veränderungen. Tadej Pogacar führt die Vuelta weiterhin souverän an. Er bleibt auch in der Punktewertung vorne, wobei Brennan zumindest vorübergehend in Sichtweite zum Weltmeister aufschließen konnte. Die Teamstrategie von Visma – Lease a Bike war darauf ausgelegt, das Rennen zu kontrollieren. Christophe Laporte (Visma – Lease a Bike) erklärte, dass das Team Wout van Aert als Plan B für Windkantensituationen gehabt hätte, aber als es zum Anstieg kam, hätten alle für Brennan gearbeitet. Laporte betonte: „Wir haben zwei von fünf Etappen gewonnen, damit sollten wir zufrieden sein.“
Meeus, der Zweitplatzierte, gab an, dass er sehr müde gewesen sei und tief gehen musste, um die Anstiege zu überleben. Er spürte, dass ihm nach den Anstiegen etwas Spritzigkeit in den Beinen fehlte, befand sich aber in einer guten Position hinter Brennan. Er merkte an, dass Brennan einfach etwas schneller war und Visma einen perfekten Lead-Out gefahren sei.
Fahrerstimmen und Ausblick
Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) spielte eine entscheidende Rolle im Finale der Etappe, indem er sich für seinen Teamkollegen einsetzte. Er lobte Brennan nachdrücklich und verriet, dass solche Siege „fast so schön“ seien wie eigene. Van Aert hatte während der Etappe auch mit einem lockeren Brillenproblem zu kämpfen, das er mit Humor nahm. Er scherzte, dass er nicht wie Pogacar jeden Tag eine neue Brille nehmen könne.
Tadej Pogacar beschrieb die Etappe als „ziemlich schwer“ und „nervös in einigen Momenten“, insbesondere wegen des steilen Anstiegs am Ende. Er zeigte sich zufrieden mit der Teamleistung und betonte, dass sie die Situation gut gelöst hätten. Pogacar fühlt sich gut und blickt bereits auf den nächsten schweren Tag. Auf die Frage, ob seine Form besser sei als bei der Tour, antwortete er lachend, er sage dazu lieber nichts.
Xabier Mikel Azparren (Pinarello – Q36.5) versuchte im Finale mit Attacken, musste aber anerkennen, dass Visma alles unter Kontrolle hatte. Er zeigte sich zufrieden mit seiner eigenen Leistung und der Möglichkeit, etwas zu versuchen, räumte jedoch ein, dass an diesem Tag nicht mehr möglich war.
Für Cian Uijtdebroeks (Movistar) war die Vuelta auf der 5. Etappe beendet. Der Belgier musste aufgrund von Sturzverletzungen aufgeben, nachdem er am Vortag als Letzter das Ziel erreicht hatte. Die 6. Etappe der Vuelta führt über 177 Kilometer durch die Region Valenciana und beinhaltet 3080 Höhenmeter, was eine weitere schwere Prüfung für die Fahrer darstellt.
Die Vuelta a España 2026 begann mit 184 Fahrern aus 23 Teams beim Auftaktzeitfahren in Monaco.
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Source: radsport-news.com