Birmingham: Leichtathletik-EM Tag zwei mit Medaillenhoffnungen für DLV-Athleten

Der zweite Wettkampftag der Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 in Birmingham verspricht spannende Entscheidungen, wobei insgesamt fünf Medaillensätze vergeben werden. Zahlreiche deutsche Athleten treten an, darunter Merlin Hummel im Hammerwurf und Owen Ansah über 100 Meter, die sich Hoffnungen auf Edelmetall machen.
Die Wettkämpfe beginnen mit der Morgensession, gefolgt von der Abendsession, in der die meisten Finalentscheidungen fallen. Die Übertragung erfolgt sowohl im Free-TV als auch über Livestreams, die es ermöglichen, einzelne Events zu verfolgen.
Medaillenchancen und Herausforderungen für DLV-Athleten
Im Hammerwurf der Männer gehört Merlin Hummel, der bei der WM 2025 in Tokio Silber gewann, zu den Medaillenkandidaten. Der 24-jährige Athlet von Eintracht Frankfurt musste sich in der Qualifikation für das EM-Finale allerdings noch beweisen. Neben Hummel ist auch Sören Klose im Finale vertreten, der sich in der Qualifikation besser platzierte als Hummel. Klose erreichte 75,80 m, während Hummel 75,49 m erzielte und als Zehnter ins Zwölfer-Finalfeld einzog.
Über die 100 Meter der Männer startet Owen Ansah, der deutsche Rekordhalter. Ansah steht derzeit aufgrund einer drohenden Dopingsperre im Fokus, möchte aber in Birmingham sportlich überzeugen. Neben ihm treten auch Lucas Ansah-Peprah und Heiko Gussmann an. Deutsche männliche Athleten warten seit 1986 auf eine EM-Medaille über diese Distanz.
Im Finale über 5000 Meter der Frauen geht Vanessa Mikitenko an den Start. Die 21-jährige deutsche Meisterin nimmt zum ersten Mal an einer EM teil. Obwohl ihre Medaillenchancen als eher theoretisch eingeschätzt werden, könnte eine persönliche Bestzeit einen Erfolg darstellen.
Im Weitsprung der Männer findet das Finale ohne den deutschen Meister Simon Batz statt, der sich beim Einspringen für die Qualifikation verletzte. Auch der italienische Weltmeister Mattia Furlani ist aufgrund einer Verletzung nicht dabei. Simon Ehammer aus der Schweiz, der zugunsten des Weitsprungs auf den EM-Zehnkampf verzichtete, hat gute Aussichten. Konkurrenz kommt von Miltiadis Tentoglou aus Griechenland und Bozhidar Saraboyukov aus Bulgarien.
Bei den 100 Meter Hürden der Frauen stehen zunächst die Vorläufe an, bevor am Abend das Finale ausgetragen wird. Rosina Schneider erreichte im Vorlauf eine persönliche Bestzeit von 12,75 Sekunden, die schnellste Zeit aller Athletinnen in den drei Rennen. Auch Lia Flotow qualifizierte sich mit 12,95 Sekunden für das Halbfinale. Franziska Schuster, die mit 12,69 Sekunden von der DM die elftschnellste Zeit in Europa über die kurze Hürdenstrecke aufweist, steigt direkt im Halbfinale ein. Favoritinnen sind Nadine Visser aus den Niederlanden und Pia Skrzyszowska aus Polen.
Weitere Wettbewerbe und Qualifikationen
In der Morgensession finden zudem Qualifikationen im Hochsprung und Diskuswurf der Männer statt. Im Hochsprung ist Falk Wendrich der einzige DLV-Athlet, nachdem Tobias Potye verletzungsbedingt absagen musste. Für Wendrich wäre das Erreichen der Qualifikation bei seiner EM-Premiere ein Erfolg. Oleh Doroshchuk aus der Ukraine gilt als Gold-Favorit, sofern er die Qualifikation erfolgreich meistert.
Im Diskuswurf der Männer treten drei DLV-Athleten an: Henrik Janssen, der deutsche Meister Steven Richter und EM-Debütant Marius Karges. Für Janssen und Richter wird erwartet, dass sie das Finale erreichen. Der Slowene Kristjan Ceh geht als Titelverteidiger an den Start, während Mykolas Alekna aus Litauen als Weltrekordler dabei ist.
Die Halbfinals über 400 Meter Hürden der Frauen sehen Eileen Demes im Einsatz, die in der europäischen Jahresbestenliste auf Rang 13 liegt. Nach dem Disziplinwechsel von Femke Broeders-Bol ist die Slowakin Emma Zapletalova Topfavoritin. Über 800 Meter der Frauen stehen die Vorläufe an, mit Jana Marie Becker, Smilla Kolbe und Majtie Kolberg für den DLV. Die Schweizerin Audrey Werro, die Britin Keely Hodgkinson und Femke Broeders-Bol sind hier die Top-Namen.
Im 400 Meter Hürden der Männer schickt der DLV Emil Agyekum und Owe Fischer-Breiholz ins Rennen, die aufgrund ihrer Leistungen direkt im Halbfinale einsteigen. Topfavorit ist Karsten Warholm aus Norwegen. Im Halbfinale über 400 Meter der Männer ist Thorben Finke dabei, der im Vorlauf 45,79 Sekunden lief. Der deutsche Meister Jean Paul Bredau steigt ebenfalls im Halbfinale ein und könnte bei einer Leistung im Bereich seiner persönlichen Bestzeit von 44,72 Sekunden das Finale erreichen. Der Brite Matthew Hudson-Smith, der mit 44,09 Sekunden in den Top 10 der Weltjahresbestenliste steht, möchte bei seinem Heimspiel in Birmingham Gold gewinnen.

Die Entscheidungen des zweiten Wettkampftages der Leichtathletik-EM 2026 in Birmingham beginnen am Dienstag, 11. August.
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Source: eurosport.de